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Als Corona die Planung für unsere Flitterwochen umgeworfen hatten, mussten wir uns spontan etwas anderes einfallen lassen. Anstatt wie geplant nach Tirol zu fahren, ging es zuerst ins Allgäu und anschließend für ein paar Tage an die Mosel. Schließlich wollten wir unseren neuen Camper auf der ersten Tour ja ordentlich fordern und testen. Trotz des überwiegend nassen Wetters in Bernkastel-Kues hatten wir einen tollen Aufenthalt und haben spontan sogar noch Freunde getroffen.

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3 Tage an der Mosel – was gab es da?
  • Sightseeing in Bernkastel-Kues
  • Wanderung zur Burg Landshut
  • Kulinarische Leckerbissen
  • Unerwartete Besucher
Am Stellplatz angekommen

Unseren Stellplatz haben wir uns in Bernkastel-Kues gesucht. Olli war vor einigen Jahren schonmal hier und war neugierig, was sich seit dem verändet hat. Da die Region voller Camping- und Wohnmobilstellplätze ist, hatten wir eine große Auswahl und haben unserer Meinung nach den besten Platz direkt an der Mosel erwischt. Von hier aus hatten wir noch knapp 30 Minuten Gehzeit an der Moselpromenade entlang zur Innenstadt. Alternativ fährt auch ein Bus, leider nur sehr selten.

Die historische Stadt Bernkastel-Kues

Bernkastel-Kues bietet neben unzähligen kleinen und romantischen Gassen, die gefüllt mit Restaurants oder Weinstuben sind, auch viele urige und gut erhaltene Fachwerkhäuser. Der gesamte Stadtkern lädt zum schlendern und verweilen ein. Dabei merkt man oft, wie Alt die Stadt überhaupt ist. Die erste menschliche Besiedlung soll tatsächlich schon um 3000 v. Chr. stattgefunden haben. Das älteste Haus, was wir gefunden haben, ist das bekannte Spitzhäuschen und soll schon um 1416 erbaut worden sein.

Aber auch der Platz vor dem Rathaus bietet einfach tolle Aussichten. Überall findest du schön erhaltene Fachwerkhäuser, die liebevoll dekoriert werden. Es fühlt sich fast an, als wäre man in einer anderen Epoche angekommen. Leider zeugen die Gebäude nicht nur von schönen Zeiten. An einer Hausecke sind verschiedene Hochwasserstände zu sehen, die die Stadt bereits mitmachen musste. Eine Angabe ging sogar ins Jahr 1784 zurück. Da wurden wir für ein paar Augenblicke nachdenklich.

Aufstieg zur Burg Landshut

Bereits von der Moselpromenade konnten wir sie sehen: Die Burgruine Landshut. Wer uns kennt, der weiß, dass wir so eine Einladung nicht abschlagen können. Also ging es kurzerhand direkt vom Stadtkern los zur Burg. Der Weg ist gut ausgeschildert und führt dich über Wege durch die Weinberge. Mit jeder Stufe, die du weitergehst, wirst du mit einer tolleren Aussicht belohnt. Bis du dann nach gut 30 Minuten an der Burgruine stehst und das gesamte Panorama genießen kannst. Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann auch vom Mosel-Parkplatz den Burg-Landshut-Express nutzen und hoch fahren.

Die zwischen 1200 und 1300 n. Chr. erbaute Burg ist heutzutage ein beliebtes touristisches Ausflugsziel. Neben einer kostenpflichtigen Turmbesteigung gibt es hier oben auch eine kleine Hütte mit Verpflegung. Weitere Informationen bekommst du auf der offiziellen Internetseite. Wir empfehlen jedem, der einen Ausflug nach Bernkastel-Kues plant, auch eine Besteigung zur Burgruine. Die Aussicht über den gesamten Ort ist einzigartig.

Alles für Leckermäulchen

Der ursprüngliche Plan war, dass wir uns überwiegen selbst Verpflegen, um den Umgang mit unserem Camper zu üben. Aber schon bei dem ersten Spaziergang durch die Stadt, hatten wir ganz andere Pläne. Das Angebot an regionalen Spezialitäten war so gut, dass wir uns das Ganze näher anschauen mussten.

Da wir passend zur Traubenlese da waren, kamen wir selbstverständlich um ein (oder auch zwei?) Glas Federweißer mit frischem Flammkuchen nicht vorbei. Die Kombination aus süßen Traubenmost mit dem dünnen Brotteig mit Sauerrahm und Schinken schmeckt in Rheinland-Pfalz einfach wesentlich besser als zu Hause – wie so oft im Urlaub.

Die Pfälzer können aber nicht nur Flammkuchen. Auch der traditionelle Mehlklöß mit Specksauce hat uns vollkommen überzeugt.

Es war aber nicht nur das Essen, was uns in Bernkastel-Kues so überzeugt hat. Auch die breite Auswahl an Weinen der Regionen war für uns Biertrinker eine Versuchung. Noch nie haben wir so viele verschiedene Weine aus einer Region probieren können. Zum Schluss konnten auch wir kleine und feine unterschiede im Geschmack entdecken.

Unerwarteter Besuch

Kaum waren wir am Stellplatz angekommen, hielt ganz in der Nähe ein Wohnmobil mit unserem Kreiskennzeichen. Das ist ja im Urlaub auf Campingplätzen nichts besonderes. Vor allem in der jetztigen Zeit, zu der viele Grenzen in Deutschland geschlossen sind. Aber als dann auch noch unsere Freunde von Jaomapix ausstiegen, waren wir doch etwas überrascht. Normalerweise kennen wir die beiden Twitch-Gamer nämlich aus der virtuellen Welt. So klein kann Deutschland sein.

Was mit einem gemeinsamen Ausflug in die Innenstadt anfing, mit einem gemütlichen Abend bei einer Flasche Wein weiterging, wurde zum Schluss zu einem gesamten Projekt: Gemeinsam geht es nächstes Jahr zu viert zum Nordkap in Norwegen!

In den nächsten Tagen werden wir mit unseren Planungen starten und dann bleibt nur noch die Hoffnung, dass nächstes Jahr Reisen wieder so möglich ist, wie wir es kennen.

10 Tage im Camper

So schnell waren die ersten 10 Tage in unserem Camper rum. Es war ein Urlaub, der anders kam, als er geplant war. Dennoch konnten wir uns dank der noch minimalen Ausstattung einfach mal auf die wesentlichen Dinge im Leben konzentrieren: Entspannung, Unterhaltungen und Freunde. Wir können es jetzt kaum Abwarten, dass wir das nächste Mal in unseren Bulli einsteigen und die Welt entdecken. Jetzt ist allerdings erstmal Saisonende. Die Pause werden wir für den weiteren Ausbau nutzen.

*Werbung durch Verlinkung. Der Aufenthalt wurde von uns selbst bezahlt. Der Bericht beruht auf unserer eigenen, subjektiven Meinung.

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