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Wir haben das letzte Wochenende trotz erweiterten Hygienemaßnahmen auf Mallorca verbracht. Ganz unvoreingenommen waren wir gespannt, wie Reisen und Corona zusammenpassen und wie die Menschen sich an die vereinbarten Maßnamen halten. Fazit vom Wochenende: Sehr stark gemischte Gefühle. Aber fangen wir ganz von vorne an

Ankunft im Flughafen

Freitagmorgen, 5:30. Ankunft am Flughafen Düsseldorf (DUS). Unser Flieger geht um 6:15. coronabedingt klappte das mit dem Flughafentransfer nicht ganz so gut, denn einige Verbindungen fuhren nicht laut Plan. Gut, dass wir sportlich zu Fuß sind. Last Minute kamen wir dann im Flughafen an und waren das erste Mal etwas schockiert. Die Schlange am Gate war so lang wie immer. Und genau das war das Problem. Plötzlich war der empfohlene Mindestabstand von 1,5m – 2m nicht mehr vorhanden. Also rein ins Getümmel. Immerhin konnte man sich mit bösen Blicken und gezielter Ansprache ein wenig Abstand zurückerobern. Schade, dass das nicht geklappt hat.

Endlich auf der Insel angekommen

Überpünktlich sind wir im Flughafen Palma (PMI) gelandet. Da wir uns zuvor über die Einreisebestimmungen schlau gemacht haben, verlief alles glatt. Wer bis hier den Gesundheitsfragebogen noch nicht ausgefüllt hat, kann aktuell vor Ort noch ein Papierformular ausfüllen. Die Onlineversion ist aber wesentlich angenehmer.

Eine Kleinigkeit fehlte uns dennoch. Im Internet liest man immer wieder von stichprobenartigen Temperaturkontrollen bzw. Überprüfungen der Angaben im Fragebogen. Fehlanzeige! Kontrolliert wurde hier nicht, obwohl wir nun mal zur Hauptsaison eingereist waren. Hier hätten wir uns mehr Überprüfungen gewünscht. Ebenfalls wurde auch auf unserer Ausreise nichts mehr kontrolliert. Da ein Abreisetag im Fragebogen nicht abgefragt wird, fehlt auch hier eine wichtige Angabe für die spanischen Behörden.

Maskenpflicht in Spanien

Pflichtbewusst hatten wir während unseres gesamten Aufenthaltes unsere Masken parat. Von offizieller Seite ist das Tragen der Maske ja schließlich in der Öffentlichkeit vorgeschrieben. Es sei denn, man ist gerade am Strand, macht Sport, isst oder trinkt etwas oder es sind nur wenig Menschen in der Nähe. Diese Angabe kam uns sehr schwammig vor. Und genau so verwirrt war auch ein Großteil der Touristen. Denn Masken haben wir selten gesehen. Wenn uns Masken entgegenkamen, konnten wir immer wieder die auch in Deutschland beliebten Tragevariationen entdecken. Hier guckte mal eine Nase heraus, die Nächste baumelte im Ohr und ganz viele schützten gut die Arme und Hände. So kann das auch nicht funktionieren. Ganz zum Leid der ansässigen Gastwirte.

Die Gastronomie auf der Insel

Das gesamte Ausmaß der COVID-19 Pandemie konnten wir während unseres kurzen Aufenthaltes nur grob erahnen. Immer wieder kamen wir an noblen 5*****-Hotels vorbei, die endgültig geschlossen hatten. Die restlichen Hotels waren kaum ausgelastet. Auch wir konnten unsere Unterkunft mit maximal 5 anderen Gästen teilen. Schöner Nebeneffekt: Kostenloses Upgrade, weil es „ist gerade eh kaum einer hier“ (Zitat unserer Gastgeberin). Der Kampf um die Touristen zeigte sich genauso in den Restaurants.

Überall, wo es etwas zu Essen oder zu Trinken gab, wurde man überfreundlich begrüßt und bedient. Auch war das Essen innerhalb weniger Minuten fertig. Das lag wahrscheinlich auch da dran, dass nur wenige Kunden da waren. Erst spät abends füllten sich die Lokale ein wenig. Dann war aber auch seitens der Urlauber der Mindestabstand wieder weg. Schade, denn die Gastronomen gaben sich merklich Mühe, auch mit ausgefallenen Ideen dem Ganzen entgegen zu wirken. Aufgefallen war uns zudem noch, dass viele Speisekarten durch digitale Versionen über einen QR-Code ausgetauscht wurden.

QR-Code scannen und schon hat man die Speisekarte
Unser Fazit

Urlaub steht uns allen zu. Gerade in der heutigen Zeit, die ja eh schon stressig und anstrengend ist, freut sich jeder von uns auf seine wohl verdiente Auszeit. Dennoch ist die Pandemie noch nicht im Griff. Deshalb sind wir vom Verhalten der (leider überwiegend deutsch-sprechenden) Touristen auf der Insel regelrecht enttäuscht. Wir können zwar verstehen, dass die Hygieneregeln teilweise anstrengend sind. Ebenfalls ist es unangenehm, bei über 30°C eine Maske im Gesicht zu tragen. Aber wir sind zum Schutz der Gesellschaft und zur Eindämmung der Pandemie nun mal dazu verpflichtet, gewisse Einschränkungen hinzunehmen. Wem das nicht passt, kann gerne zu Hause bleiben und dort seinen Teil zur Gesellschaft beitragen.

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

    1. farfromhome

      Hallo Patrick.

      Es beruhigt uns, dass unser Aufenthalt vielleicht sogar nur eine Ausnahme gewesen ist. Wann wart ihr denn da? Wir sind über das Wochenende von Freitag bis Sonntag geflogen. Vielleicht war deshalb um uns herum wesentlich mehr los. Auf jedenfall ist es toll, dass ihr euch das Reisen auch in dieser Zeit nicht nehmen lasst.

      Sonnige Grüße
      Olli von far-from-home

      1. Patrick

        Wir sind seit Montag 27. Juli da. Reisen übermorgen wieder ab. Alles total entspannt hier. Leider viele Hotels zu. Das macht mir ein wenig Sorgen.

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