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Kaum ein Thema fokussiert die heutige Gesellschaft so das Thema Nachhaltigkeit. Gerade Flugreisen oder unser heiß-geliebte Urlaub werden da schnell negativ bewertet. Dennoch gibt es einige Kleinigkeiten, die man im Urlaub problemlos umsetzen kann, um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Denn wir wollen ja auch den nachfolgenden Generationen die vielen Ecken und Orte der Welt überlassen. Oder nicht? Dieser Beitrag soll keinem das Reisen schlecht reden oder vermiesen. Wir selbst würden auch nie drauf verzichten können. Ebenfalls wollen wir hier niemanden anprangern, denn das ist nicht unsere Absicht geschweige denn Aufgabe. Dennoch kannst du mit unseren 7 Tipps einen guten Beitrag leisten.

1. Nutze Bus & Bahn

Was bei uns zu Hause auf dem Land eher schwierig ist, geht in den meisten Urlaubsregionen unheimlich einfach. Such dir die passende Bahn- oder Buslinie und fahre ganz entspannt zur Sehenswürdigkeit deiner Wahl. Sogar während unserer gesamten Thailand-Rundreise konnten wir uns mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegen und haben so nicht nur eine Menge Geld gespart, sondern auch der Umwelt etwas Gutes getan. Ebenfalls kannst du dich viel besser auf die Region konzentrieren, wenn du das Fahren jemand anders überlässt und du vermeidest lästige Fahrzeugkontrollen.

Im Zug auf dem Rückweg von Venedig
2. Verhalten im Hotel

Man sieht die Hinweise in den meisten Hotelzimmern. „Bitte das Handtuch auf den Boden legen, falls Sie ein Neues haben möchten“. Dann machen wir das doch genauso. Lege erst die Handtücher auf den Boden, wenn sie wirklich ausgetauscht werden sollen. Passe den Zeitpunkt einfach deinem Rhythmus zu Hause an. So sparen wir locker einige Tonnen Waschmittel und schonen das Wasser. Gerade in vielen wärmeren Regionen ist gerade Wasser ein kostbares Gut.

3. „To Go“, aber Mehrweg bitte

In unserem Tagesgepäck findest du immer unsere Wasserflaschen aus Aluminium. Vor der Tour füllen wir die Flaschen beliebig (im Sommer kalt und im Winter auch gerne mit warmem Tee – dann in einer Isokanne) und können sie dann einfach mitnehmen. So sparst du nicht nur viel Geld für Getränke unterwegs, sondern vermeidest auch unnötig Plastikflaschen oder Dosen, auf denen oft im Ausland kein Pfand erhoben wird. Ein Großteil des Mülls landet dann in der Natur, den Slums der Städte oder, wie auf dem Foto unten gut zu erkennen ist, in unseren Meeren und somit wieder in unserer Nahrung.

4. Unnötiges Vermeiden

Dieses Prinzip lässt sich im Grunde genommen auf unser gesamtes Leben anwenden. Überlege dir genau, ob es wirklich 30kg Gepäck für deinen Urlaub sein müssen oder ob auch 20kg reichen. Gehe lieber einmal mehr zum Buffet, wenn du noch hungrig bist, anstatt nachher einen halben Teller wegwerfen zu müssen. Hört sich banal an – kann aber schon große Unterschiede machen. Gerade beim Hotel-Buffet sehen wir leider immer wieder die größte Verschwendung. Nur weil es „inklusive“ ist heißt das nicht, dass es wertlos ist.

5. „Second Cities“ anstatt Hotspots

Es ist kein Geheimnis, dass Tourismus viele Ressourcen verbraucht. Gerade beim Massentourismus wird es dann aber schon grenzwertig. Allerdings lässt dieser sich nicht vermeiden, wenn viele Leute die wenigen Sehenswürdigkeiten sehen wollen. Das kann gerade kleinere Orte oder Regionen komplett überlasten. Wir haben vor einiger Zeit angefangen sogenannte „second cities“ zu erkunden. Also Städte, die einem nicht zuerst in den Sinn kommen. Hier bekommst du teilweise die tollsten Ecken des Landes zu sehen – und das auch noch viel authentischer als in den Touristenmeilen. Gehst du dann auch noch beim Lokal vor Ort essen, kannst du richtig was entdecken.

6. Angemessene Trinkgelder

Mit unseren Reisen wird viel Geld verdient. Leider wird das Geld nicht ganz gerecht aufgeteilt. Denke deshalb immer an ein angemessenes Trinkgeld. Mache dich unbedingt vor der Reise schlau, welcher Bereich in deinem Reiseziel als „angemessen“ bezeichnet wird. Nur so kannst du die Mitarbeiter an der Front arbeiten, also z.B. Zimmerpersonal und Kellner, unterstützen. Denn diese Leben leider zu oft in unwürdigen Zuständen.

7. Auf die Auswahl der Aktivitäten achten

Uns als Touristen wird im Urlaub ein buntes Programm an verschiedensten Aktivitäten geboten. Wir sollen ja möglichst viel Spaß haben, damit wir nochmal wieder kommen. Leider geht dieses Vergnügen oft auf Kosten anderer. Informiere dich vorher über eine interessante Aktivität. Leider werden oft Wildtiere zu touristischen Zwecken missbraucht. Shows mit Licht und lauten Effekten sind nichts für Tiere. Ebenfalls sind Angebote wie Elefantenreiten alles andere als toll. Auch Tiger sind lieber draußen unterwegs, als in einem Käfig drauf zu warten, mit dir fotografiert zu werden. Anstatt hier Geld zu investieren kannst du dir Organisationen aussuchen, die zwar weniger Berührung mit Tieren bieten, aber zum Wohle der Tiere handeln.

Seht ihr? Diese Kleinigkeiten tun keinem Reisenden weh, helfen aber ungemein, unsere Welt so zu hinterlassen, wie wir sie vorgefunden haben. Hast du noch weitere Tipps, die du auf deinen Reisen nutzt? Gehst du vielleicht noch den einen oder anderen Schritt weiter? Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen.

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