• Beitrags-Kommentare:1 Kommentar

07.06.2019 – Aufgrund einer Hochzeit von Jenny’s Cousin ging es für uns dieses Jahr nach Bonsinen, genauer gesagt nach Međugorje. Da wir recht spontan eingeladen wurden, haben wir uns die Anreise etwas zusammengebastelt, um auch noch etwas Umland zu entdecken. Dazu später mehr.

Um 6:00 morgens ging unser Flug mit Eurowings vom Kölner Flughafen (CGN) nach Split (SPU). Bei eiskalten 11°C stiegen wir also  ins Flugzeug, welches uns knapp 2 Stunden später bei 21°C in Kroatien wieder rausschmiss. Jetzt hatten wir fast den ganzen Tag noch in Split für uns, bis es mit dem Bus weiter nach Bosnien gehen sollte. Also … ab an die Promenade!

Kaum waren wir im Hafen angekommen, mussten wir natürlich traditionsgemäß unseren Urlaub einläuten. Dieses Mal war es mit einem großen Ožujsko – einem Bier, welches sogar der Ostwestfale als Bier akzeptiert. Da war uns sogar die Uhrzeit egal, es ist ja Urlaub! Anschließend ging es dann durch die unzähligen kleinen Gassen in Splits Altstadt. Vorbei ging es auch am Diokletianpalast, welcher mitten in den kleinen Gängen hervor ging. Nach einer kleinen Badeeinheit am Bačvice Beach, einem kleinen und gemütlichen Sandstrand (davon gibt es so gut wie keine in Kroatien) mussten wir auch schon Richtung Busbahnhof, der uns dann nach Međugorje brachte. Gute 3 Stunden verbrachten wir dann im etwas baufälligem Bus von Globtour. Dennoch fühlten wir uns auf der Strecke der Küste entlang beim Fahrer gut aufgehoben, sodass wir mit etwas Verspätung um 21 Uhr am Zielort ankamen. Der Bräutigam erwartete uns schon am Bahnhof.

Untergekommen sind wir im Herceg Etno Selo Medugorje ****, einem Hotel mitten in der Prärie. Allerdings hat sich das Hotel auf das Ausführen von Hochzeiten spezialisiert. Auf dem riesigen Areal des Hotels konnte man alles finden, was man für eine traditionelle, bosnische Hochzeit brauchte. Poolanlage, kleine Steinhäuser, eine Kapelle, ein leckeres Restaurant oder eine Halle zum Feiern – hier gab es das Rundum-Sorglos-Paket.

Schon der Eingang lädt zum träumen ein

Los ging die Hochzeit dann auch direkt am nächsten morgen – die Damen mussten zum Friseur. Solange konnte ich ausgiebig die Poolanlage testen, Ergebnis: bestanden! Nachmittags ging es dann aber auch für die Herren los. Es gab einen Empfang mit allelei Leckereien beim Bräutigam. Die Braut wurde anschließend von der Gesellschaft bei einer der Steinhütten besucht, befeiert und anschließend freigekauft. Zusammen ging es dann per Autocorso und kroatischen Flaggen zur Trauung, die sehr der deutschen ähnelt. Anschließend zurück zur Anlage – Partytime!

Gefeiert wurde bis spät in die Nacht. Ein buntes Programm mit kalter Vorspeise, warmer Vorspeise, Hauptgang, kalte Vorspeise nochmal nach dem Essen und einem riesigen Nachtischbuffet mit Hochzeitstorte (gab es noch was anderes außer Essen?!) aber auch lustigen Spielchen und einer wohl recht bekannten kroatischen Band als Dalmatien ging es für uns durch die Nacht. Als wir wieder im Hotelzimmer angekommen waren, war es schon wieder taghell. Uff!

Tradtitionell zieht die Gesellschaft los, um die Braut abzuholen

Um 11.00 fanden wir uns alle pünktlich wieder an der Poolanlage auf einen Kaffee (da wir das Frühstück ja verschlafen hatten) und ließen den Abend nochmal Revue passieren. Abend lud das Brautpaar noch zum Essen ein. Dazu fuhren wir zum Restaurant Konoba Koćuša am Wasserfall Koćuša. Hier bot sich uns neben jeder Menge gutem Essen auch ein schöner Blick auf den Wasserfall – direkt aus dem Restaurant heraus. Ein schöner Abschluss einer Hochzeit.

Da wir noch einen Tag länger blieben, hatten wir noch Zeit, den knapp 30 Fahrminuten entfernten Ort Mostar zu entdecken. Hier findet man neben einer interessanten Kultur zwischen Christentum und Islam auch das Wahrzeichen der Stadt – Stari Most (die alte Brücke) über dem Fluss Neretva. Schon lange springen hier Männer die 20m hohe Brücke hinunter, um deren Mut zu beweisen.

Ein Blick auf Mostars Wahrzeichen

Direkt durch Mostar führten uns unzählige kleine Gassen mit Cafes und basararigen Kramläden, bei denen man von Modellpanzern aus Patronenhülsen bis zu Mokkasets alles bekam. Die Zeit verging beim bummeln wie im Flug – trotz des Wetter, welches schon wieder 35°C und puren Sonnenschein brachte (Gut, dass Olli sich eingecremt hatte). Geschafft von der Hitze ging es am späten Nachmittag wieder zurück zum Hotel, wo wir beim entspannten Abendessen den Tag abgeschlossen haben.

Am nächsten Morgen brachte uns der Bus schon wieder zurück nach Split, bescherte uns noch einen entspannten Nachmittag, bevor um 20 Uhr die Nachricht von Eurowings kam, dass wir erst einen Tag später fliegen würden. Entschuldigt wurde das Ganze mit einem erbärmlichen Lunchpaket und einem heruntergekommenen Hotel, in dem wir ohne etwas zu trinken bis nächsten Morgen ausharren mussten.

Unser Fazit: Eine wunderschöne Hochzeit, begleitet von vielen traditionellen Einblicken der Kroaten machten diesen 5-Tages-Trip zu einem unvergessenen Erlegbis. Die Hotelanlage war klasse, vor allem sauber. Das Personal war stehts zuvorkommend und hat keinen Wunsch offen gelassen. Klare Empfehlung! Ebenfalls lohnt sich ein Abstecher nach Mostar, falls man in der Nähe sein sollte. Vorsicht vor Taschendieben und immer schön eincremen.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar