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Im November 2019 ging es für Jenny und mich auf die erste große Entdeckertour durch Thailand. Genauer gesagt durften wir auf der Reise Bangkok, Kanchanaburi und Phuket kennenlernen. In diesem dreiteiligen Bericht teilen wir unsere Erfahrungen mit euch.

Die Eckdaten & Bangkok

Das Königreich Thailand liegt in Südostasien und grenzt an Myanmar, Laos, Kambodscha und Malaysia und beherbergt ca 69 Millionen Einwohner. Der Norden ist bergig. Hier findet man mit 2565m den höchsten Punkt des Landes. Mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von ca. 28°C im Süden und ca 19°C im Norden herrscht im Land tropisch-monsunales Klima.

Unsere zweiwöchige Rundreise begann mit einer Anreise über Bangkoks alten Flughafen Suvarnabhumi (BKK) und dementsprechend auch direkt in der Landeshauptstadt. Nach knapp 12,5 Stunden Flug und einer Landung am frühen Morgen sollte also alles beginnen. Zwei verschlafene Reisende in einer großen und fremden Stadt. Zuerst mussten wir uns etwas orientieren. Das Netz der öffentlichen Verkehrsmitteln der S-Bahn oder des Schienenverkehrs ist noch lange nicht so gut ausgebaut wie bei uns in deutschen Großstädten. Das grenzt zwar die Flexibilität ein, senkt aber auch das Risiko, in die falsche Bahn einzusteigen. Trotzdem waren wir schon vormittags an unsere Unterkunft direkt am Hauptbahnhof Hua Lamphong. Mit dem Hotel SK Boutique Mahanakhon hatten wir die perfekte Unterkunft für unseren Citytrip. Neben einem einfachen aber klimatisierten Hotelzimmer bekamen wir ein kleines Frühstück mit Kaffee inklusive. Von hier aus waren wir in ca. 10 Gehminuten in Chinatown – dem ersten großen Programmpunkt in Bangkok

Zu Fuß ging es zum Glück noch im Hellen nach Chinatown. So konnten wir uns zunächst einen kleinen Überblick, über die ganzen Straßen und Gassen machen. Erst zum Einbruch der Dunkelheit wurde uns bewusst, dass das ganz gut gewesen war. Denn keine Stunde später schob sich eine unzählige Menschenmasse durch die zuvor noch so leeren Straßen. Wir genossen einfach die Atmosphäre, die auf einmal herrschte. „Mopedküchen“ wurden aufgebaut, es wurde laut und vereinzelt spiele traditionelle Musik. Wir entschlossen uns, etwas zu essen – unser erster Kontakt zum traditionellen Pad Thai!

Platzgenommen haben wir an einer der sporadisch aufgebauten Kochbude – eher ein Moped mit angebauter Küche. Auch die Sitzmöglichkeiten waren eher einfach gehalten. So saßen wir also zwischen den Einheimischen und einigen Touristen und warteten auf unser Essen. Wir konnten direkt bei der Zubereitung zuschauen und nach nur kurzer Wartezeit stand das Essen auf unserem Tisch – und haute uns geschmacklich einfach um. Da störte es gar nicht, dass wir uns mit den Stäbchen eher ungeschickt anstellten.

Nach dem Essen zogen wir noch durch die Straßen der Stadt und ließen uns einfach von dem Trubel treiben. Die Zeit trieb uns vorbei uns unzähligen Leckereien von den „Mopedküchen“ über grell beleuchtete Souvenirshops und Massagepraxen. Einfach einzigartig! Nur der plötzlich auftretende Starkregen stoppe den sonst so interessanten Abend und zwang uns dann, etwas früher als geplant zurück zum Hotel zu gehen. Dennach entstand mit den Spiegelungen auf der nassen Straße eine völlig neue Welt. Im Bett angekommen, fielen wir aber dann direkt ins Bett. Für den ersten Tag war das schon ein straffes Programm.

Der nächste Morgen begann entspannt. Gut erholt ging es für uns zum Frühstück, welches zwar an kontinentales Frühstück erinnerte, trotzdem gewöhnungsbedürftig vom Geschmack her war. Aber es gab Kaffee. Das war schon eine gute Voraussetzung, den nächsten Tag zu starten. Der Tagesplan sah wie folgt aus: Auf zum Wat Pho, über den Königspalast dann durch die Altstadt mit einem Abschluss auf der Khao San Road. Bis dahin wussten wir auch noch nicht, wie riesig Bangkok tatsächlich ist (und wie anstrengend 33°C auf Dauer sein können).

Unser Frühstück in Bangkok

Das Wetter schlug schon direkt beim Verlassen des Hotels zu. Wir hatten uns bereits jetzt an die Klimaanlagenluft gewöhnt. Jetzt war schwitzen angesagt. Unser Weg führte uns noch einmal durch Chinatown. Der Trubel vom Vorabend war komplett verschwunden und nichts deutete mehr darauf hin, dass die Straßen gestern noch so gefüllt waren. Nach knapp einer Stunde waren wir auch schon am Wat Pho, dem Königstempel in Bangkok. Unter Touristen ist auch als Tempel des liegenden Buddha bekannt.

Am Eingang nahm man uns 300 THB pro Person ab. Es wurde auch drauf geachtet, dass man dem Ort entsprechend gekleidet war. Zur Not gab es dort Tücher und Hosen zu kaufen. Der Tempel erschlug uns förmlich mit seiner Größe und Anzahl an kleinen Altären. Hier gab es so viel zu Entdecken. Unter anderem auch den liegenden Buddha, der mit einer Länge von 46 Metern und einer Höhe von 15 Metern gar nicht komplett auf ein Foto passte.

Der liegende Buddha

So genossen wir also die Atmosphäre und die Zeit, die wir in dieser riesigen Tempelanlage verbrachten und merkten, wie wir selber irgendwie zur Ruhe kamen. Dann ging es für uns aber auch schon weiter. Die Stadt wartete auf uns.

Vorbei am Königspalast, den wir aufgrund der Menschenmassen ausgelassen haben, ging es für uns durch die Straßen. Als nächsten Ziel hatten wir das Golden Mount ausgewählt. Dies versprach uns nämlich einen herrlichen Ausblick über die Stadt, ohne übertriebene Eintrittspreise zahlen zu müssen. Knapp eine Stunde Fußmarsch später, waren wir auch schon angekommen und fanden mitten in der Großstadt wieder eine Art Oase der Stille.

Das Golden Mount befand sich mitten auf einem großen Hügel, der von den umliegenden Häusern gut versteckt wurde. Für den Aufstieg galten dieselben Regeln, wie beim Wat Pho, 50 THB pro Person als Eintritt und angemessene Bekleidung – vor allem für Frauen. Als wir dann den Eingang durchquert hatten, tauchten wir auch schon in eine völlig neue Welt ein. Der Weg führte uns an verschiedensten Figuren und Brunnen vorbei, die einen zum Nachdenken anregten. Gekrönt wurde der Aufstieg mit einer einzigartigen Aussicht, bis hin zur Bangkoker Skyline. Einfach ein klasse Geheimtipp!

Hier oben verbrachten wir einige Zeit. Diese hatten wir auch gebraucht, um uns vom Aufstieg, der 344 Stufen zählte. Aber es gab schlimmeres, als sich von einem Ventilator anpusten zu lassen und dabei den Trubel von Bangkok aus zu beobachten. Als die Dämmerung anbrach ging es zur letzten Station für diesen Tag – die Khao San Road.

Die Khao San Road ist die Vergnügungsmeile von Bangkok. Eine Bar nach der anderen Reiht sich hier aneinander, an jeder Ecke gibt es was zu Essen und überall soll man sein Geld ausgeben. Ein wahrer Kulturschock! Wir gönnten uns direkt zu Beginn erstmal ein Bier, um uns den Trubel in Ruhe angucken zu können. Aber natürlich mussten wir auch das Essen probieren. Vom klassischen Pad Thai, über Insekten und Würmer bis hin zum frisch gegrillten Krokodil – alles was einem normalerweise komisch vorkommen würde gab es hier zu probieren. Da konnte Olli natürlich nicht „nein“ sagen.

Recht schnell waren wir allerdings von dieser Menschenmenge erschlagen. Auch war der restliche Tag mit den hohen Temperaturen echt anstrengend gewesen. Also machten wir uns wieder auf den Weg ins Hotel. Hier gab es noch ein letztes Bier und dann gingen wir auch schon ins Bett. Der nächste Tag sollte nochmal richtig anstrengend werden.

Die letzte Nacht war früh zu Ende. Für uns ging es heute weiter nach Kanchanaburi, einer Stadt weiter im Westen des Landes. Allerdings ist der Transfer dorthin nicht ganz zu einfach. Ab dem Hauptbahnhof Hua Lamphong fährt nämlich keine direkte Verbindung. Wir machten uns also erst zu Fuß, dann per Fähre und dann nochmal zu Fuß auf zum kleineren Bahnhof Thonburi. Dieser liegt weiter westlich in der Stadt und ist weitaus einfacher gehalten als der Hauptbahnhof.

Für nur 100 THB pro Person brachte uns der 3. Klasse Zug direkt nach Kanchanaburi. Es war eine laute und warme Fahrt, die uns durch die geringe Fahrgeschwindigkeit allerdings jede Menge ausblicke brachte. Nicht nur grüne Weiten und die ersten Berge auf unserer Tour, sondern auch die Slums direkt bei Bangkok konnten wir sehen. Hier lebten die Menschen in notdürftig gebauten Unterkünften, teilweise ohne Strom und mit alten Plakaten befestigt. Ein trauriger Kontrast zur so bunten Stadt, die nur 2km weit entfernt war. Eine Fahrt, die sich auf jeden Fall lohnt!

So standen wir also um 16:30 Uhr in Kanchanaburi und der nächste Teil unserer Rundreise sollte beginnen.